Pressemitteilung 
1. Oktober 2018 - sofort frei



 

 

 

ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH
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Pressekontakt:
Ansgar Wingenter
ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH
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60325 Frankfurt
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16. ACATIS-Value-Preis verliehen

ACATIS Investment prämiert wissenschaftliche Arbeiten
zu wertorientierten Anlagestrategien

Aktienmärkte geografisch stark segmentiert

Nachweis: Fundamentalanalyse funktioniert

Von regionalen Wachstumsraten zu Gewinnvorhersagen
Textanalyse von Geschäftsberichten

Frankfurt am Main, 1. Oktober 2018 (mpr) – Querschnittsrenditen sind auf internationalen Aktienmärkten eher vorherzusagen als auf dem US-amerikanischen Markt, der stärker von einem erhöhten Arbitrage-Handel nach der Veröffentlichung von Rendite-Anomalien bestimmt zu sein scheint. Das ist eines der Ergebnisse der Studie „Anomalien rund um den Globus: Einmal öffentlich, nicht mehr existent?“, für die Prof. Dr. Heiko Jacobs (Lehrstuhl für Finanzierung der Universität Duisburg-Essen) und Prof. Dr. Sebastian Müller (Lehrstuhl für Corporate Finance an der German Graduate School of Management and Law Heilbronn) jetzt den ACATIS-Value-Preis 2018 in der Kategorie „Wissenschaftliche Arbeiten“ erhielten. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.
Die beiden Forscher weisen darauf hin, dass es „überraschend große Unterschiede zwischen den Effekten nach der Veröffentlichung auf dem US-Aktienmarkt und den internationalen Märkten“ gebe. Bei der Forschung im Finanzbereich herrsche „eine große und beharrliche Einseitigkeit in Bezug auf die USA“. Sie hätten für ihre Studie „eine der bisher umfassendsten Anomalien-Datenbanken der wissenschaftlichen Literatur aufgebaut und ausgewertet“, die auch Einblicke in Möglichkeiten zur Optimierung von Anlageprozessen biete.

Die Frankfurter ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH ist auf das Value-Investing spezialisiert und fördert seit anderthalb Jahrzehnten wissenschaftliche Arbeiten auf diesem Gebiet, auf dem aus ihrer Sicht viele Aspekte des Value-Investing noch nicht hinreichend erforscht sind oder weiter verbessert werden könnten.

Den 2. Platz des Wettbewerbs, und damit 2.000 Euro, erreichten Prof. Söhnke M. Bartram (Warwick University, Coventry, Großbritannien) und Mark Grinblatt (Japan Alumni Lehrstuhl für Internationale Finanzen, UCLA Anderson School of Management, Los Angeles, USA) mit ihrer Arbeit „Agnostische Fundamentalanalyse funktioniert“. Wovon Value-Investoren grundsätzlich ausgehen, konnten sie auf der Basis von US-Daten des CRSP (Center for Research in Security Prices) und aus Compustat aus dem Zeitraum von 1987 bis 2012 nachweisen: „Die abnormalen Rendite-(Alpha-)Spreads zwischen den Portfolios der extremen Quintile von Aktien, sortiert nach prozentualer Fehlbewertung, liegen zwischen 4% und 10% pro Jahr“, und „der Fehlbewertungs-Regressor zeigt eine ähnliche Signifikanz wie das Momentum“.

Textanalyse von Geschäftsberichten

Mit der Ableitung der Voraussage von Unternehmensrenditen und damit Aktienkursen aus Wirtschaftsindikatoren der jeweiligen regionalen Teilmärkte, auf denen die Unternehmen aktiv sind, befasste sich Dr. Esad Smajlbegovic, Assistant Professor an der Erasmus-Universität Rotterdam, in seiner Arbeit „Regionale Wirtschaftsaktivität und Aktienrenditen“, mit der er den 3. Platz des ACATIS-Value-Preises 2018 belegt, dotiert mit 1.000 Euro. „Eine Prognose der Wachstumsrate der regionalen Wirtschaftsaktivität sagt voraus, dass die Unternehmensperformance in dieser Region im nächsten Quartal in die gleiche Richtung gehen wird.“ Smajlbegovic hat dazu mit Hilfe von Textanalysen von Geschäftsberichten ermittelt, wie relevant welche Teilmärkte (Bundesstaaten) für börsennotierte US-Unternehmen waren, und diese dann den seit 2005 verfügbaren „State Leading Indexes“ zugeordnet, die die sechsmonatigen Wirtschaftswachstumsraten für jeden US-Bundesstaat prognostizieren. Er zieht den Schluss: „Informationen, die sich in einzelnen Komponenten des Gesamtmarktes finden, können eine reichhaltige Informationsquelle nicht nur für politische Entscheidungsträger und Analysten, sondern auch für institutionelle und private Anleger darstellen. Regionale Prognosen helfen bei der Vorhersage von Aktienrenditen und dem Verständnis von Veränderungen der Fundamentaldaten von Unternehmen.“

Den mit ebenfalls 1.000 Euro dotierten Preis für studentische Arbeiten erhielt Daniel Kühner für „Regressionsmodelle zur Entdeckung relativer Fehlbewertungen“, eine Untersuchung, die direkt an die agnostische Fundamentalanalyse von Grinblatt und Bartram anknüpft, sich aber bewusst auf internationale Märkte außerhalb der USA konzentriert, wobei er „die agnostische Perspektive eines Statistikers ohne finanzspezifisches Vorwissen einnehmen“ will. Zeitlich betrachtet er die 30-jährige Periode von Januar 1987 bis Dezember 2016 und selektiert Unternehmen, für die 16 buchhalterische Werte komplett verfügbar sind. Durch die Regression des Marktwerts dieser Unternehmen auf diese 16 Größen wird die Fehlbewertung ermittelt und dann ein Long-Portfolio aus den 20 Prozent der am stärksten unterbewerteten Unternehmen konstruiert. „Zunächst können wir eine klare Outperformance des Long-Portfolios gegenüber sowohl dem Short-Portfolio als auch dem Markt feststellen.“ Um weitere mögliche Einflüsse auf die Portfolio-Performance auszuschließen, regressiert er die Returns seiner fehlbewertung-basierten Long-Short-Strategie auf die Marktrendite plus weitere typische Faktoren wie z.B. den Value-Faktor (Buch-/Marktwert-Verhältnis), den Small-Cap-Faktor und den Momentum-Faktor. Dabei bleibe stets ein signifikanter unerklärter Rest bestehen – die „Handelsstrategie ist also in der Lage, Alpha zu generieren“.

Jury des ACATIS-Value-Preises

Die Jury des diesjährigen ACATIS-Value-Preises bestand aus Prof. Dr. Detlev Stock, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Kapitalwirtschaft an der Beuth Hochschule für Technik Berlin, Prof. Dr. Klaus Röder, Professor für Betriebswirtschaftslehre, Schwerpunkt Finanzdienstleistungen, an der Universität Regensburg, und Patrick Hable, Managing Partner der 2iQ Research GmbH.
Preisträgerarbeiten online
Die Zusammenfassungen der Preisträgerarbeiten werden auf www.acatis.de, Value Investing / Value Preis, publiziert. In 2018 schrieb ACATIS den mit insgesamt 7.000 Euro dotierten ACATIS-Value-Preis zum 16. Mal aus. Der Preis richtet sich an Forscher und valuebegeisterte Nachwuchswissenschaftler, die auf den Spuren von Benjamin Graham und Warren Buffett wandeln.
Weitere Auskünfte über den Value-Preis erteilt die ACATIS Investment Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, E-Mail anfragen@acatis.de,
Tel. 069 / 97 58 37 77.

770 Wörter / 6150 Zeichen - Veröffentlichung frei, Beleg erbeten an mpr.

Weitere Informationen: www.acatis.de

 

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Acatis-Value-Preisträger

Jury und Preisträger des ACATIS-Value-Preis 2018 von links nach rechts: Prof. Klaus Röder, Jury; Daniel Kühner, Gewinner Masterarbeit; Prof. Söhnke Bartram, 2. Platz, wissenschaftl. Arbeiten; Prof. Sebastian Müller, 1. Platz wissenschaftl. Arbeiten; Dr. Esad Smajlbegovic, 3. Platz wissenschaftl. Arbeiten; Prof. Detlev Stock, Jury.
Foto: ACATIS, Veröffentlichung frei in Verbindung mit Berichterstattung über ACATIS.

 

Dr. Hendrik Leber
Dr. Hendrik Leber, Geschäftsführender Gesellschafter ACATIS.
Foto: ACATIS, Veröffentlichung frei in Verbindung mit Berichterstattung über ACATIS.

 

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Antwortabschnitt - ACATIS-Value-Konferenz

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